Wahlen an der Uni – GHG

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Grüne Hochschulgruppe

  • Im Kleinen die Welt retten

An verschiedenen Stellen soll die Umweltverträglichkeit verbessert werden, insbesondere durch Müllvermeidung durch Mehrwegschalen und die Einführung von Tassen-Sammelstellen.

  • Klausuren anonymisieren

Die GHG möchte sich für das anonymisieren von Klausuren und Klausureinsichten mit Mehrwert, d.h. Erkenntnisgewinn, einsetzen.

  • Campus lieben lernen

Mehr Fahrradstellplätze, ein Erhalt des Semestertickets und Stromzugang an Außenarbeitsplätzen sollen den Campus attraktiver machen.

Interview mit Sarah Häußinger, Stupa Liste Platz 1

Welcher Punkt eures Wahlprogramms ist für dich am wichtigsten?

Mir ist der Punkt des „Im Kleinen schon die Welt retten“ am wichtigsten. Wir müssen die Möglichkeiten der Mülltrennung an der Universität unbedingt verbessern. Außerdem liegt mir das Tassensammelstellensystem sehr am Herzen. Diese Sammelstellen entstehen ohnehin auch jetzt schon am Abend meistens von selbst. To-Go Pappbecher an der Uni sind ohnehin nicht notwendig, weil vermutlich keiner sein Käffchen vom Campus mit nach Hause nimmt (man darf sowieso nicht im Bus trinken ohne Ärger zu riskieren und auf dem Fahrrad wird es auch ein bisschen schwierig 😉).

Wieso engagierst du dich für die GHG?

Die GHG ist ein bunt zusammengewürfelter Haufen Studierender aus allen Ecken des Campus und aller Fachrichtungen. Sie sind sehr engagiert und setzen sich mit Herzblut dafür ein, unsere schöne Uni ein bisschen nachhaltiger und gerechter zu gestalten. Das ist eine super Sache und ich bin unglaublich begeistert ein Teil davon zu sein.

Welchen Punkt aus eurem letztjährigen Programm konntet ihr umsetzen?

Wir konnten erreichen, dass es jeden Tag ein veganes Gericht in der Mensa gibt. Außerdem wurde die Einstellung der Klimaanlagen in den Hörsäulen ein wenig verändert, um den Einbruch der Eiszeit in den Vorlesungen zu verhindern. Letztendlich haben wir den Prozess der Klausurenpseudonymisierung vorangebracht.

Was sagst du zum Vorschlag der LHG Plastikflaschen (teils) wieder in den Getränkeautomaten anzubieten?

Da Glasflaschen zurzeit in den Bibliotheken verboten sind, kann man an den Automaten gekaufte Getränke dort nicht konsumieren. Man ist stattdessen gezwungen, Getränke in Einweg-Plastikflaschen in der Cafete zu kaufen. Dies ist in der Tat unkomfortabel und fördert den unnötigen Plastikverbrauch. Der Vorschlag der LHG würde diesen Plastikverbrauch allerdings nur noch verstärken. Für uns ist klar: Das Problem sind nicht die Glasflaschen, sondern das Glasflaschenverbot. Wir wollen das Problem auf nachhaltige Weise lösen und fordern stattdessen, dass die Bibliotheksverwaltung Glasflaschen zulässt.

Welche konkreten Vorschläge macht ihr zum Thema „Klausureinsicht mit Mehrwert“? Muss mehr Geld/Arbeitskraft/in zusätzliche Stellen investiert werden?

Das ist für uns ein vom Studienfach abhängiges Problem. In manchen Studiengängen wie beispielsweise Jura sind Nachbesprechungen von Klausuren mit Einsicht und anschließender Möglichkeit, Fragen zu stellen, selbstverständlich. Die Idee wäre das auf alle Studiengänge auszuweiten. Das würde in jedem Fall mehr Arbeit und gute Organisation seitens der Lehrstühle erfordern. Dieser Mehraufwand ist aber unbedingt erforderlich um Klausuren sinnvoll reflektieren zu können und ich bin fest davon überzeugt, dass man gemeinsam mit den fachspezifischen Lehrstühlen eine Lösung entwickeln kann.

Brauchen wir eine Beflaggung mit Deutschland-, Bayern- und Europaflagge zur WM auf dem Campus?

Nein! Stattdessen schlagen wir vor (um natürlich die Neutralität von Forschung und Lehre zu unterstützen) einen riesigen Globus am Rondell aufzustellen, um uns mit allen Menschen dieser Erde, die eventuell diese WM schauen könnten, zu solidarisieren. Von den kleinen grünen Wesen im All haben wir noch keine Rückmeldung, ob sie die WM schauen können (hatten wohl Schwierigkeiten mit Geoblocking, offenen GEZ Gebühren etc). Wenn es für sie möglich sein sollte, fordern wir selbstverständlich auch eine maßstabsgetreue Nachbildung ihres Planeten.

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