Wahlen an der Uni – LHG

Liberale Hochschulgruppe

  • Packstation auf dem Campus

Studierende sollen sich Pakete an einer Packstation direkt auf dem Campus abholen können und nicht mehr bei ihrer Postfiliale abholen müssen.

  • Digitalisierung & IT

Alle Dokumente, z.B. Anträge und Anmeldungen für Seminare, sollen auch online ausgefüllt und eingereicht werden können. Außerdem soll eine IT-Zusatzausbildung angestoßen werden.

  • Plastikflaschen und Bier in Automaten

In den Getränkeautomaten soll es wieder Wasser in Plastikflaschen geben, das man dann auch mit in die Bib nehmen darf. Die Getränkeautomaten sollen außerdem mit Bier bestückt werden.

Gespräch mit Sebastian Schröter, Spitzenkandidat der LHG, P&E 2. Semester

Was ist dein persönlich wichtigstes Wahlkampfziel?

Mir ist wichtig, dass wir an der Uni moderner und zukunftsgewandter studieren können. Wir wollen eine IT-Zusatzausbildung anstoßen, bei der alle Studierenden Grundlagen in Informatik lernen und dann ein Zertifikat erwerben können. Bei den Sprachkursen wollen wir uns dafür einsetzen, dass man sich Programmiersprachen als Fremdsprachen anrechnen lassen kann.

 

Ihr wollt eine Packstation auf dem Campus einrichten lassen. Ist das umsetzbar?

Das hängt davon ab, wie sehr das Ganze gewollt ist. Wenn wir mit der Verhandlungsposition auftreten können, dass wir von vielen Studierenden für diesen Punkt gewählt wurden, dann bin ich sehr sicher, dass man das mit der DHL relativ problemlos aushandeln könnte.

Ein weiteres Ziel ist es, Plastikflaschen wieder in Automaten aufzunehmen.

Es geht uns darum, dass in die Getränkeautomaten wieder Plastikflaschen kommen, allerdings nur eine Reihe mit reinen Wasserplastikflaschen. Das Ziel ist, dass man in den Automaten Flaschen kaufen kann, die man dann auch in die Bibliotheken nehmen darf. Die anderen Hochschulgruppen versuchen, den Weg zu gehen, dass man Glasflaschen mitnehmen darf. Wir sind davon überzeugt, dass das nicht vom StuPa erreicht werden kann. Es geht hier um eine klassische Versicherungsfrage mit sehr genauen Beschränkungen.

Und Bier soll es auch in den Automaten geben.  

Als liberale Hochschulgruppe stehen wir dafür ein, dass ihr euer Studium so frei und selbstbestimmt wie möglich führen könnt, aber das bedeutet auch, dass ihr selbst Verantwortung übernehmen müsst für euer Studium und euren Lebensstil. Deswegen glauben wir, dass Biere in Getränkeautomaten und Zigarettenautomaten erlaubt sein sollten. Es wird uns nachgesagt, dass wir das schon ewig im Programm haben. Aber die Sache ist nicht so einfach. Um es zu schaffen, müssen wir beim nächsten Mal die Mehrheit der Stimmen im StuPa bekommen.

Welche Ziele habt ihr bei den letzten Wahlen erreicht?

Immer mehr Vorlesungen werden aufgezeichnet, was für uns schon immer ein großes Thema war. Wir sind auch stolz auf den Punkt Gründungssemester. Auf unsere Initiative wurde mit der Stabsabteilung für Entrepreneurship und Innovation umgesetzt, dass man sich ein (bis zwei) Semester freinehmen kann, um sich nur auf seinen Gründungsprozess konzentrieren zu können.

Was bedeutet für dich „liberal“?

Viele verstehen heute unter „liberal“ nur „wirtschaftsliberal. Das ist nicht meine Vorstellung von Liberalismus und hat auch nicht viel mit Hochschulpolitik zu tun. Meine Vorstellung von Liberalität ist, dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, sich frei nach seinen Vorstellungen und seinem Können zu entfalten. Das Ganze setzt aber auch voraus, dass jeder Mensch faire Chancen hat. Da bin ich eher am linksliberalen Flügel. Derjenige, der sich wirklich anstrengt, soll dafür fair belohnt werden, aber diesen Punkt zu erreichen, soll für alle möglich sein.

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