Wahlen an der Uni – RCDS

Ring Christlich-Demokratischer Studenten

  • Bibliotheken verbessern

Der RCDS möchte ein Ampelsystem zum aktuellen Stand der verfügbaren Plätze in den Bibliotheken einführen, Glasflaschen in denselbigen erlauben und die Öffnungszeiten an Sonntagen verlängern.

  • Lernumgebung gestalten

Der Frischraum sollte nach dem RCDS auch samstagabends geöffnet sein, die Beschilderung innerhalb der Gebäude sollte verbessert und die Uni-Druckerei zu einem “Copyshop” umgewandelt werden.

  • Auf dem Campus

Zur anstehenden WM schlägt der RCDS eine Beflaggung auf dem Campus mit deutscher, europäischer und Bayerischer Flagge vor. Weitere Erste-Hilfe-Kurse sollen angeboten werden und eine bargeldlose Aufzahlung des Guthabens auf der Campuscard ermöglicht werden.

Interview mit Sven Lehrer, Spitzenkandidat Stupa und Senat

Welcher Punkt eures Wahlprogramms ist für dich am wichtigsten?

In jedem unserer drei großen Themenblöcke gibt es Projekte, die mir sehr wichtig sind. Ein gutes Beispiel wäre die „Bib-Ampel“, mit der online einsehbar sein wird, wie viele freie Plätze in der jeweiligen Bibliothek noch frei sind und ob es sich lohnt dort zum Lernen hinzugehen. Ich finde, das ist ein gutes Beispiel für sachthemenbezogene Hochschulpolitik, mit dem Ziel, den Campus Stück für Stück immer weiter zu verbessern.

 

Wieso engagierst du dich für den RCDS?

Ich war schon während meiner Schulzeit politisch interessiert. Als ich dann 2016 angefangen habe hier zu studieren, hatte ich den Eindruck, dass zunehmende Politikverdrossenheit immer häufiger wird, gerade bei uns jungen Menschen, obwohl es eigentlich an uns liegt, in Zukunft dieses Land mit unseren Ideen und Vorstellungen mitzugestalten. Ich wollte meinen Teil dazu leisten und da sich meine politischen Vorstellungen sehr mit denen der Union decken, und der RCDS wiederum dieser nahesteht, gab es für mich keinen Zweifel, dass ich dort gut aufgehoben bin.

 

Welchen Punkt aus eurem letztjährigen Programm konntet ihr umsetzen?

Unsere Situation während des letzten Jahres im StuPa war natürlich schwierig, da wir nur einen Sitz stellen. Trotzdem haben wir versucht weiterhin gute Politik für den Campus zu machen. Ein Erfolg war so zum Beispiel unser Antrag auf Ausbau der Induktionsanlagen für Hörgeschädigte im Februar. Zukünftig sollen bei Sanierung der Hörsäle, besonders im H15 und Audimax solche Anlagen installiert werden, um im Zuge der Chancengerechtigkeit auch Hörgeschädigten einen bestmöglichen Zugang zur Hochschulbildung zu ermöglichen.

 

Was sagst du zum Vorschlag der LHG Plastikflaschen (teils) wieder in den Getränkeautomaten anzubieten?

Es ist schon problematisch, dass in den Getränkeautomaten nur Glasflaschen verkauft werden, in den Bibliotheken aber nur Plastikflaschen zugelassen sind. Diese Diskrepanz zwischen Angebot und Zulässigkeit gilt es abzubauen. Wir halten es aber für sinnvoller stattdessen Glasflaschen in den Bibliotheken zu genehmigen, da es einfacher ist, das bestehende Angebot zu erlauben, als ein neues Angebot aufzustellen. Zudem sind Glasflaschen umweltfreundlicher.

 

Wie stehen die Chancen, dass Studierende künftig das Mensaguthaben bargeldlos aufladen können?

Wir haben uns mit dem IT-Servicezentrum getroffen und über diese Thematik diskutiert. Es gibt bereits für Mitarbeiter des ITS die Möglichkeit das zu tun und es funktioniert gut. Ein nächster Schritt wäre, dieses Verfahren auch mit Studenten zu testen. Sollte das weiterhin gut funktionieren, sehe ich da durchaus Potenzial, das System Uni-weit zu etablieren.

  

Stichpunkt Gendern: Sollte ein antidiskriminierender Sprachgebrauch auf dem Campus nicht die Grundlage zum respektvollen Miteinander sein? Gibt es innerhalb des RCDS Uneinigkeiten über das Gendern?

Ein respektvoller Umgang miteinander ist natürlich in allen Lebenssituation, wie auch hier, Grundlage des Zusammenlebens. Uns geht es deshalb nicht darum, jemandem das Gendern zu verbieten. Im Gegenteil, für uns steht der für das universitäre Arbeiten essentielle Grundsatz des freien Sprachgebrauchs im Vordergrund. Jeder sollte also das Recht und die Freiheit haben zu gendern oder eben nicht, ohne aus dem alleinigen Sprachgebrauch heraus Konsequenzen, ob positive oder negative, fürchten zu müssen. Diesbezüglich ist unsere Position klar.

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